Gebrauchte Metso Mobile-Brechanlage aus Deutschland für Moldau
Fallstudien

Gebrauchte Metso Mobile-Brechanlage aus Deutschland für Moldau

Bergbaumaschinen & Aufbereitungstechnik

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Case Study: Beschaffung einer gebrauchten mobilen Metso Brechanlage aus Deutschland für Moldau – Recherche, Herstellerklärung, Prüfung und Transportkoordination.

Die Beschaffung gebrauchter Industrie- und Schwermaschinen unterscheidet sich grundlegend vom Einkauf standardisierter Neuprodukte.

Der Käufer bewertet nicht nur einen Maschinentyp. Er bewertet eine konkrete Maschine mit einer konkreten Historie, einem bestimmten technischen Zustand, vorhandener oder fehlender Dokumentation und zukünftigen Wartungs- und Ersatzteilanforderungen.

Dieses Projekt umfasste die Beschaffung einer gebrauchten mobilen Brechanlage von Metso aus Deutschland für ein Unternehmen in Moldau.

Die Maschine wurde über eine deutsche Auktion identifiziert.

Der Beschaffungsprozess umfasste die Recherche der konkreten Maschine, die direkte Anfrage beim Originalhersteller Metso, die Prüfung verfügbarer Dokumentation, die Berücksichtigung relevanter Ersatzteilkosten, eine rechtliche Dokumentenprüfung sowie die Koordination des internationalen Schwertransports nach Moldau.

Results

  • Eine gebrauchte mobile Metso Brechanlage wurde identifiziert, geprüft und von Deutschland nach Moldau geliefert
  • Metso wurde direkt kontaktiert, um maschinenbezogene Informationen zur konkreten Anlage anzufragen
  • Die Kaufunterlagen wurden vor Abschluss rechtlich geprüft
  • Ein spezialisierter Schwertransport und die Zollabwicklung wurden im Rahmen der Lieferung nach Moldau koordiniert

Projektfakten

  • Projektjahr: 2024
  • Projektart: Gebrauchtmaschinenbeschaffung
  • Equipment: Mobile Brechanlage
  • Hersteller: Metso
  • Beschaffungsmarkt: Deutschland
  • Zielland: Moldau
  • Beschaffungskanal: Deutsche Auktion
  • Scope: Equipment Research, OEM Clarification, Dokumentenprüfung, Beschaffungskoordination & Schwertransport

Die Ausgangssituation

Ein Unternehmen aus Moldau benötigte eine mobile Brechanlage für den Einsatz in der Steinbruch- beziehungsweise Gesteinsaufbereitung. Anstatt ausschließlich Neumaschinen zu betrachten, wurde auch der deutsche Gebrauchtmaschinenmarkt untersucht. Dabei wurde eine gebrauchte mobile Brechanlage von Metso über eine deutsche Auktion identifiziert. Ab diesem Punkt bestand die Beschaffungsaufgabe nicht mehr darin, allgemein nach einer geeigneten Maschinenkategorie zu suchen. Es musste eine konkrete gebrauchte Maschine bewertet werden. Das verändert den gesamten Procurement-Prozess. Bei einer Gebrauchtmaschine müssen Fragen beantwortet werden, die bei einer standardisierten Neubeschaffung in dieser Form nicht auftreten. Dazu gehören beispielsweise:

  • Was ist die genaue Maschinenidentität?
  • Welche technischen Daten gehören zur konkreten Ausführung?
  • Welche Dokumentation ist verfügbar?
  • Welche Informationen können über den Originalhersteller bestätigt werden?
  • Welche relevanten Ersatz- oder Verschleißteile könnten erforderlich sein?
  • Welche zusätzlichen Kosten müssen berücksichtigt werden?
  • Welche rechtlichen Unterlagen müssen vor dem Kauf geprüft werden?
  • Wie kann die Maschine vor dem Kauf praktisch bewertet werden?
  • Wie wird eine schwere mobile Anlage international transportiert?

Das Projekt wurde deshalb als Beschaffung einer konkreten technischen Anlage behandelt – nicht als einfacher Auktionskauf.

Phase 1: Identifikation der konkreten Maschine

Die Maschine wurde über eine deutsche Auktion identifiziert. Ob der Auktionsanbieter öffentlich als „offizielle Auktion" bezeichnet werden kann, sollte vor Veröffentlichung anhand der Projektunterlagen bestätigt werden. Eine Auktionsanzeige kann einen ersten Überblick liefern. Sie sollte bei einer kapitalintensiven Gebrauchtmaschine jedoch nicht automatisch als vollständige technische Entscheidungsgrundlage betrachtet werden. Relevante Informationen können beispielsweise sein:

  • Hersteller
  • Modell
  • Baujahr
  • Seriennummer
  • Betriebsstunden
  • Motorisierung
  • Konfiguration
  • Zubehör
  • sichtbarer Zustand
  • vorhandene Dokumentation
  • Wartungsinformationen
  • bekannte Reparaturen
  • Verkaufsbedingungen
  • Standort

Welche dieser Informationen für eine konkrete Maschine tatsächlich verfügbar sind, muss im Einzelfall geprüft werden. Für dieses Projekt wurden die verfügbaren Informationen zur identifizierten Metso-Anlage gesammelt und für die weitere Beschaffungsprüfung verwendet.

Warum die genaue Maschinenidentität entscheidend ist

Bei gebrauchtem Heavy Equipment reicht die Bezeichnung „Metso Mobile Crusher" nicht aus. Maschinen einer Produktfamilie können sich unterscheiden durch:

  • Modell
  • Baujahr
  • technische Konfiguration
  • Antrieb
  • Brechereinheit
  • zusätzliche Ausrüstung
  • Verschleißteile
  • Steuerung
  • spätere Modifikationen
  • Ersatzteilbedarf

Für den Käufer ist deshalb nicht nur relevant, was ein bestimmtes Modell grundsätzlich leisten kann. Entscheidend ist: Welche konkrete Maschine wird tatsächlich gekauft? Diese Trennung zwischen allgemeiner Modellinformation und konkreter Maschinenidentität ist besonders wichtig bei Gebrauchtmaschinen.

Phase 2: Direkte Anfrage beim Originalhersteller Metso

Ein wesentlicher Schritt dieses Projekts war die direkte Kontaktaufnahme mit Metso. Anstatt die Bewertung ausschließlich auf Informationen aus der Auktion beziehungsweise vom Verkäufer zu stützen, wurde der Originalhersteller in die Informationsbeschaffung einbezogen. Für die identifizierte Maschine wurden verfügbare technische Informationen beziehungsweise Dokumentation und relevante kommerzielle Informationen angefragt. Dieser Schritt war besonders wertvoll, weil bei gebrauchtem Equipment mehrere Informationsquellen voneinander getrennt werden sollten:

Auktionsangaben

Informationen aus dem Verkaufsprozess.

Verkäuferangaben

Informationen des bisherigen Eigentümers beziehungsweise Verkäufers.

OEM-Informationen

Informationen des Originalherstellers zur Maschine beziehungsweise Produktfamilie.

Unabhängige Feststellungen

Informationen aus einer separaten technischen oder physischen Prüfung.

Diese Quellen besitzen nicht automatisch denselben Beweiswert.

OEM-Dokumentation als Teil der Beschaffungsprüfung

Bei komplexen Gebrauchtmaschinen kann die Verfügbarkeit von Herstellerinformationen einen erheblichen Einfluss auf die spätere Nutzung haben. Abhängig von Maschine und Hersteller können beispielsweise relevant sein:

  • Bedienungsunterlagen
  • technische Dokumentation
  • Ersatzteilinformationen
  • Wartungsunterlagen
  • Maschinenkonfiguration
  • verfügbare Serviceinformationen

In diesem Projekt wurde Metso direkt kontaktiert, um Informationen zur identifizierten Maschine und relevante kommerzielle Angaben einzuholen. Die Herstellerkommunikation ersetzte keine technische Zustandsprüfung. Sie schuf jedoch eine zusätzliche Informationsquelle neben den Angaben aus dem Verkaufsprozess.

Phase 3: Ersatzteile & zukünftige Betriebskosten berücksichtigen

Der Kaufpreis einer gebrauchten Brechanlage ist nicht automatisch der tatsächliche wirtschaftliche Aufwand des Projekts. Bei gebrauchtem Heavy Equipment können nach dem Kauf zusätzliche Investitionen erforderlich sein. Dazu können beispielsweise gehören:

  • Verschleißteile
  • Ersatzteile
  • Filter und Wartungsteile
  • Riemen und Rollen
  • Brechwerkzeuge
  • Reparaturen
  • Hydraulikkomponenten
  • Motorwartung
  • Transport
  • Inbetriebnahme
  • weitere maschinenspezifische Arbeiten

Deshalb wurden für das Projekt nicht nur der Kaufpreis, sondern auch relevante Teilekosten betrachtet. Informationen des Originalherstellers wurden genutzt, um die wirtschaftliche Bewertung der Maschine zu unterstützen. Das ist ein wichtiger Unterschied zwischen: „Die Maschine kostet X." und „Welche Kosten entstehen, um diese konkrete Maschine sinnvoll in Betrieb zu nehmen und weiter zu betreiben?"

Ersatzteilverfügbarkeit als Beschaffungsfaktor

Bei älteren Maschinen ist nicht nur der aktuelle technische Zustand relevant. Auch die zukünftige Ersatzteilversorgung kann für die Beschaffungsentscheidung wichtig sein. Dabei können beispielsweise folgende Fragen relevant sein:

  • Sind maschinenspezifische Ersatzteile identifizierbar?
  • Welche Verschleißteile werden regelmäßig benötigt?
  • Welche Komponenten könnten kurzfristig ersetzt werden müssen?
  • Welche Teileinformationen sind verfügbar?
  • Welche Kosten sind bereits vor dem Kauf abschätzbar?

Eine günstig erworbene Maschine kann wirtschaftlich unattraktiv werden, wenn notwendige Reparaturen oder Teile nicht in die Beschaffungsentscheidung einbezogen wurden. Deshalb sollte Used Equipment Procurement nicht beim Auktionspreis enden.

Phase 4: Rechtliche Prüfung der Kaufunterlagen

Bei diesem Projekt wurden relevante rechtliche Dokumente vor dem Kauf durch einen Rechtsanwalt geprüft. Dieser Schritt ist besonders wichtig bei Gebrauchtmaschinen, weil neben dem technischen Zustand auch die rechtliche Grundlage der Transaktion berücksichtigt werden muss. Abhängig vom Kaufmodell können beispielsweise relevant sein:

  • Identität des Verkäufers
  • Eigentums- beziehungsweise Verfügungsberechtigung
  • Verkaufsbedingungen
  • Haftungsausschlüsse
  • Gewährleistungsausschlüsse
  • Zahlungsbedingungen
  • Übergang von Risiko und Eigentum
  • Auktionsbedingungen
  • weitere vertragliche Bestimmungen

ArcMoni ersetzt dabei keine Rechtsberatung. Wenn eine rechtliche Bewertung erforderlich ist, sollte diese durch einen entsprechend qualifizierten Rechtsberater erfolgen. In diesem Projekt wurde genau diese Trennung eingehalten.

Phase 5: Funktionsnachweis vor dem Kauf

Vor dem Kauf wurde ein Video bereitgestellt, das die Maschine im Betrieb zeigte. Dies lieferte einen zusätzlichen Informationspunkt zur Funktionsfähigkeit der Anlage zum Zeitpunkt der Aufnahme. Ein Betriebs- beziehungsweise Funktionsvideo kann beispielsweise helfen zu erkennen:

  • ob die Maschine startet
  • ob wesentliche Funktionen sichtbar arbeiten
  • ob die Anlage bewegt werden kann
  • ob offensichtliche Probleme erkennbar sind
  • ob die angebotene Maschine mit der beschriebenen Maschine übereinstimmt

Ein Video ist jedoch keine vollständige technische Inspektion. Es kann insbesondere keine umfassende Aussage liefern über internen Verschleiß, Restlebensdauer kritischer Komponenten, versteckte Schäden, tatsächliche Leistungsfähigkeit unter Produktionslast, vollständigen Wartungszustand oder zukünftige Ausfallwahrscheinlichkeit. Deshalb sollte ein Funktionsvideo als eine Informationsquelle betrachtet werden – nicht als Ersatz für eine vollständige technische Prüfung.

Keine physische Pre-Purchase Inspection

Bei diesem Projekt wurde vor dem Kauf keine unabhängige physische Vor-Ort-Inspektion der Maschine durchgeführt. Das ist ein wichtiger Teil des tatsächlichen Projektverlaufs und sollte transparent dargestellt werden. Die Beschaffungsentscheidung basierte stattdessen unter anderem auf:

  • verfügbaren Auktionsinformationen
  • Maschinenrecherche
  • Herstellerkommunikation
  • verfügbaren technischen Informationen
  • Ersatzteil- beziehungsweise Kosteninformationen
  • rechtlicher Dokumentenprüfung
  • Video-Nachweis der Funktion

Nach dem Kauf wurde die Maschine durch einen Vertreter aus Moldau physisch begutachtet. Diese zeitliche Reihenfolge ist wichtig. Eine nachträgliche Prüfung darf nicht als Pre-Purchase Inspection dargestellt werden.

Was bei einem vergleichbaren Projekt heute zusätzlich möglich wäre

Bei einem zukünftigen Gebrauchtmaschinenprojekt kann abhängig von Standort, Maschinenwert, technischer Kritikalität und Zugang zur Anlage eine physische Pre-Purchase Inspection sinnvoll sein. Ein vereinbarter Prüfungsumfang könnte beispielsweise umfassen:

  • Maschinenidentifikation
  • Seriennummer
  • sichtbaren Gesamtzustand
  • Leckagen
  • Verschleißbereiche
  • Brechereinheit
  • Förderbänder
  • Hydraulik
  • Motor
  • Steuerung
  • Betriebsstundenanzeige
  • sichtbare Reparaturen
  • Funktionstest
  • vorhandene Dokumentation

Welche Prüfungen tatsächlich möglich und technisch sinnvoll sind, muss für die konkrete Maschine definiert werden. Bei Bedarf sollten spezialisierte Techniker oder entsprechend qualifizierte Fachleute einbezogen werden. ArcMoni sollte keine Engineering-Kompetenz behaupten, die für die konkrete technische Prüfung nicht vorhanden ist.

Phase 6: Kaufentscheidung

Nach der Sammlung und Bewertung der verfügbaren Informationen wurde die Kaufentscheidung getroffen. Die Rolle des Procurement-Prozesses bestand nicht darin, absolute Sicherheit über den zukünftigen Zustand der Gebrauchtmaschine zu versprechen. Das wäre bei gebrauchtem Equipment nicht realistisch. Stattdessen wurde die Entscheidungsgrundlage erweitert: Auktionsangebot + Maschinenrecherche + OEM-Informationen + Ersatzteilkosten + rechtliche Prüfung + Funktionsnachweis → bessere Informationsbasis für die Kaufentscheidung Die endgültige Entscheidung über den Kauf blieb beim Käufer.

Phase 7: Internationaler Schwertransport nach Moldau

Nach dem Kauf musste die mobile Brechanlage von Deutschland nach Moldau transportiert werden. Eine mobile Brechanlage ist zwar für die Bewegung auf einem Einsatzgelände ausgelegt. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie wie ein normales Straßenfahrzeug über lange internationale Distanzen transportiert werden kann. Für den Straßentransport schwerer mobiler Anlagen kann spezialisierte Transporttechnik erforderlich sein. Je nach konkreter Maschine können beispielsweise relevant sein:

  • Transportgewicht
  • Länge
  • Breite
  • Höhe
  • Transportkonfiguration
  • Demontage einzelner Komponenten
  • geeigneter Tieflader
  • Ladungssicherung
  • Streckenplanung
  • Genehmigungen
  • Grenzübertritte
  • Zollabwicklung
  • Entladebedingungen am Zielort

Nach den vorliegenden Projektangaben wurde für dieses Projekt ein spezialisierter Schwertransport organisiert. Die konkrete Transportart, Abmessungen, Gewichte und Verantwortlichkeiten sollten vor Veröffentlichung anhand der Transportdokumente bestätigt werden.

Warum Transport vor dem Kauf berücksichtigt werden sollte

Bei Heavy Equipment sollte die Transportfrage nicht erst nach dem Kauf gestellt werden. Eine Maschine kann einen attraktiven Auktionspreis haben und trotzdem wirtschaftlich ungeeignet sein, wenn Transport, Demontage, Genehmigungen oder Einfuhr erhebliche Zusatzkosten verursachen. Deshalb sollte vor der finalen Beschaffungsentscheidung möglichst geklärt werden:

  • Wo steht die Maschine?
  • Welche Transportabmessungen hat sie?
  • Welches Gewicht muss bewegt werden?
  • Welche Transporttechnik wird benötigt?
  • Müssen Komponenten demontiert werden?
  • Welche Länder werden durchquert?
  • Welche Genehmigungen können erforderlich sein?
  • Welche Einfuhr- und Zollanforderungen gelten?
  • Wie wird die Maschine am Zielort entladen?

Bei internationaler Maschinenbeschaffung ist Logistik damit Bestandteil der Procurement-Bewertung – nicht nur eine nachgelagerte Versandaufgabe.

Lieferung & Zollabwicklung

Nach den vorliegenden Projektangaben wurde die Maschine nach Moldau geliefert und die Zollabwicklung im Zusammenhang mit der Einfuhr durchgeführt. ArcMoni koordinierte den Beschaffungs- und Lieferprozess mit den beteiligten Parteien. Spezialisierte Aufgaben im Bereich Transport, Genehmigungen und Zoll werden durch die jeweils verantwortlichen beziehungsweise qualifizierten Dienstleister durchgeführt. ArcMoni ersetzt keinen Schwerlastspediteur, Zollagenten oder Rechtsberater.

Der Projektablauf

Der tatsächliche Projektverlauf lässt sich vereinfacht so darstellen:

  • Bedarf an mobiler Brechanlage
  • → Recherche des Gebrauchtmaschinenmarkts
  • → Identifikation einer Metso-Anlage bei deutscher Auktion
  • → Prüfung der verfügbaren Maschineninformationen
  • → direkte Anfrage an Metso
  • → Beschaffung technischer Informationen / Dokumentation
  • → Prüfung relevanter Ersatzteilkosten
  • → rechtliche Prüfung der Kaufunterlagen
  • → Video-Bestätigung der Maschinenfunktion
  • → Kaufentscheidung durch den Kunden
  • → Kauf der Maschine
  • → physische Begutachtung durch Vertreter des Käufers
  • → Organisation des Schwertransports
  • → Transport Deutschland–Moldau
  • → Zollabwicklung
  • → Lieferung an den Kunden

Dokumentiertes Projektergebnis

Nach den vorliegenden Projektangaben wurde die gebrauchte mobile Metso Brechanlage erworben, von Deutschland nach Moldau transportiert und an den Käufer geliefert. Nach den vorliegenden Projektangaben wurden nach der Lieferung keine Probleme mit dem Projekt gemeldet. Daraus wird keine Aussage über zukünftige technische Leistungsfähigkeit oder Restlebensdauer der Maschine abgeleitet. Der Case zeigt damit einen wesentlichen Unterschied zwischen einer einfachen Produktsuche und einer strukturierten Gebrauchtmaschinenbeschaffung. Die Aufgabe bestand nicht nur darin, eine Maschine zu finden. Es mussten mehrere unterschiedliche Informations- und Risikobereiche zusammengeführt werden:

  • konkrete Maschinenidentität
  • technische Informationen
  • OEM-Kommunikation
  • zukünftiger Ersatzteilbedarf
  • kommerzielle Bewertung
  • rechtliche Dokumente
  • Funktionsnachweis
  • Schwertransport
  • Zollabwicklung
  • internationale Lieferung

Was dieses Projekt zeigt

1. Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Entscheidung

Bei Gebrauchtmaschinen müssen mögliche Reparaturen, Ersatzteile, Transport und weitere Projektkosten berücksichtigt werden.

2. Die konkrete Maschine ist wichtiger als das allgemeine Modell

Zwei Maschinen desselben Herstellers und Modells können aufgrund von Baujahr, Betriebsstunden, Nutzung, Wartung und Verschleiß unterschiedliche Beschaffungsrisiken darstellen.

3. OEM-Informationen können zusätzlichen Wert schaffen

Die direkte Kommunikation mit dem Originalhersteller kann helfen, technische Dokumentation, Ersatzteilinformationen und weitere maschinenbezogene Daten in die Bewertung einzubeziehen.

4. Unterschiedliche Informationsquellen müssen getrennt werden

Auktionsangaben, Verkäuferangaben, OEM-Informationen und unabhängige Feststellungen sind nicht dasselbe.

5. Ein Funktionsvideo ist keine technische Inspektion

Es kann einen zusätzlichen Nachweis liefern, ersetzt jedoch keine vollständige Zustandsbewertung.

6. Transparenz über nicht durchgeführte Prüfungen schafft Vertrauen

Bei diesem Projekt gab es vor dem Kauf keine physische Pre-Purchase Inspection. Das sollte nicht nachträglich anders dargestellt werden.

7. Logistik gehört zur Beschaffungsentscheidung

Bei Heavy Equipment können Transportabmessungen, Gewicht, Genehmigungen und Zoll einen wesentlichen Einfluss auf die Gesamtwirtschaftlichkeit haben.

Gebrauchte Maschinen: Preis vs. tatsächliches Beschaffungsrisiko

Der Gebrauchtmaschinenmarkt kann wirtschaftlich interessante Möglichkeiten bieten. Gleichzeitig verschiebt sich das Risiko. Bei einer Neumaschine basiert die Entscheidung häufig auf einer definierten technischen Spezifikation und einem Herstellerangebot. Bei einer Gebrauchtmaschine kauft der Kunde einen bestehenden Asset mit individueller Historie. Deshalb sollten abhängig vom Projekt beispielsweise betrachtet werden:

  • Maschinenidentität
  • Baujahr
  • Betriebsstunden
  • Zustand
  • Wartungshistorie
  • Reparaturhistorie
  • Verschleiß
  • Dokumentation
  • Ersatzteilverfügbarkeit
  • OEM-Support
  • Transportkosten
  • notwendige Reparaturen
  • rechtliche Verkaufsbedingungen

Nicht jede Information wird bei jeder gebrauchten Maschine verfügbar sein. Gerade diese Informationslücken müssen Teil der Beschaffungsentscheidung werden.

Total Cost of Acquisition statt Auktionspreis

Bei gebrauchtem Heavy Equipment ist ein niedriger Kaufpreis allein kein ausreichender Bewertungsmaßstab. Eine sinnvollere Betrachtung kann beispielsweise umfassen: Kaufpreis + Auktionskosten + erforderliche Ersatzteile + Reparaturen + Inspektion + Demontage + Schwertransport + Genehmigungen + Versicherung + Zoll/Einfuhrkosten + Entladung + Inbetriebnahme → tatsächlicherer Beschaffungsaufwand Welche Positionen tatsächlich relevant sind, hängt vom konkreten Projekt ab. ArcMoni sollte deshalb nicht versprechen, die „billigste Maschine" zu finden. Entscheidend ist eine nachvollziehbare Beschaffungsentscheidung.

Relevanz für ArcMoni-Kunden

Dieser Case ist besonders relevant für Industrieunternehmen, die gebrauchte oder neue kapitalintensive Anlagen international beschaffen. Dazu können beispielsweise gehören:

  • mobile Brechanlagen
  • Siebanlagen
  • Fördertechnik
  • Bergbaumaschinen
  • Steinbruchtechnik
  • Baumaschinen
  • Produktionsmaschinen
  • andere gebrauchte Industrieanlagen

Der konkrete Procurement-Prozess muss an die jeweilige Maschine angepasst werden. ArcMoni übernimmt nicht automatisch die technische Auswahl oder Engineering-Freigabe der Anlage. Unsere Rolle kann darin bestehen, die Beschaffungsseite zu koordinieren: Equipment Research, Lieferanten- beziehungsweise Verkäuferkommunikation, Informationsbeschaffung, OEM-Kommunikation, Dokumentenkoordination, kommerzieller Vergleich, Einbindung externer Fachleute, Inspektionskoordination, Verhandlung, Transportkoordination und Liefer-Follow-up.

Beschaffung von Bergbaumaschinen & Aufbereitungstechnik

ArcMoni unterstützt Industrieunternehmen bei internationalen Beschaffungsprojekten für ausgewählte Bergbau-, Steinbruch- und Aufbereitungstechnik. Abhängig vom Projekt kann dies neue oder gebrauchte Maschinen umfassen. Der Prozess beginnt mit einer konkreten Anforderung. Für eine erste Bewertung können beispielsweise erforderlich sein:

  • Maschinentyp
  • Anwendung
  • Material
  • gewünschte Leistung
  • technische Anforderungen
  • bevorzugter Hersteller, falls vorhanden
  • neu oder gebraucht
  • Budgetrahmen, soweit definiert
  • Zielland
  • Lieferort
  • gewünschter Termin

Bei bereits identifizierten Gebrauchtmaschinen sind zusätzlich hilfreich: Angebotslink, Hersteller, Modell, Seriennummer, Baujahr, Betriebsstunden, Fotos, Videos, vorhandene Dokumentation und Verkäuferinformationen.

Haben Sie eine Maschine gefunden, die geprüft werden soll?

ArcMoni kann auch dann unterstützen, wenn Sie die potenzielle Maschine bereits selbst gefunden haben. In diesem Fall muss der Prozess nicht mit einer neuen Lieferantensuche beginnen. Abhängig vom Projekt können wir die verfügbaren Informationen strukturieren, zusätzliche Informationen beim Verkäufer beziehungsweise Hersteller anfragen, externe Prüfungen koordinieren und kommerzielle sowie logistische Punkte nachverfolgen.

Oder suchen Sie eine alternative Maschine?

Wenn noch keine konkrete Maschine identifiziert wurde, kann ArcMoni die Suche auf Grundlage Ihrer technischen und kommerziellen Anforderungen unterstützen. Dabei kann abhängig vom Projekt geprüft werden:

  • Neumaschine
  • Gebrauchtmaschine
  • alternative Hersteller
  • unterschiedliche Beschaffungsmärkte
  • unterschiedliche technische Angebote

Die endgültige technische Auswahl bleibt beim Kunden beziehungsweise dessen qualifizierten technischen Spezialisten.